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Mit ‘tagesgeschehen’ getaggte Artikel

noch was zum feiertag

Geschrieben von StefanieD - 4. Oktober 2008

eines muss ich noch loswerden zum thema nationalfeiertag, tag der deutschen einheit gestern.

in irgendeiner nachrichtensendung sagte ein 18jähriger, dass er sich nicht an die zeit der DDR erinnern könne, auch nicht an die grenzöffnung und auch nicht viel über einheit und geteiltes deutschland wisse. deswegen sähe er keinen grund, den tag zu feiern.

das ist meiner meinung nach lächerlich! welcher franzose war wohl beim sturm auf die bastille 1789 dabei und feiert deswegen jedes jahr am 14. juli? welcher mexikaner kann sich noch persönlich an die zeit vor der unabhängigkeit von spanien 1821 erinnern? welcher ire kannte st. patrick persönlich?

und wenn ich nichts über die geschichte meines landes weiß, dann sollte das schleunigst geändert werden. zum beispiel indem ich ein grenzmuseum wie point alpha besuche (indem fall könnten wir uns sogar auf einen kaffee treffen). indem ich filme wie gestern abend das leben der anderen sehe und etwas davon erfahre, dass die DDR eine diktatur war, die ihre einwohner bis zum letzten gequält hat. und nicht nur ein teil von deutschland, wo sie halt sächsisch reden und mit trabis rumfahren. indem man mal “rüber” fährt und zum beispiel in leipzig das stasi-museum besucht.

mein blog wird jetzt wieder unpolitisch, aber das musste ich doch noch loswerden.

es spielt sicher eine rolle, dass ich im damaligen grenzgebiet aufgewachsen bin, dass nach 10 kilometern die straße zu ende war und ein stark bewachter zaun mitten durchs land ging und ein volk voneinander getrennt hat. ich habe miterlebt, wie grenzübergänge plötzlich offen waren, auch als 11-jährige kann man so was begreifen. natürlich wäre es mir lieber, es gäbe keinen solidaritätszuschlag, aber vielleicht kann man so was mal einen tag lang in den hintergrund stellen.

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veteraninnen oder tierärztinnen?

Geschrieben von StefanieD - 27. September 2008

manchmal muss die zeitung einfach voll werden. und usa today hat wohl ein bisschen schwierigkeiten letzte woche, für jeden us staat eine interessante meldung abdrucken zu können (zeitung war – glaube ich – vom 18.9., die meldung ist aber zeitlos!). hier also der beitrag, der es für west virginia ins blatt geschafft hat.

charleston – a panel of women veterans voted to approve a statue meant to honor west virginia’s female vets, ending a dispute over its design. the project was opposed by some women vets who said the statue was too masculine. the statue will be placed at the state capitol complex.

warum ich mir das überhaupt aus der zeitung ausgerissen habe, war ein kleiner lese-flüchtigkeitsfehler meinerseits. ich habe das ‘veterans’ überlesen und nur ‘vets’ registriert. und dachte eine ganze weile es geht um eine statue für tierärztinnen…

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10 geschichten

Geschrieben von StefanieD - 24. September 2008

die welt ist voller geschichten, lustige und traurige, belanglose und tragische. die blogospäre und das internet insgesamt bieten fantastische möglichkeiten, viele dieser geschichten zu lesen. und gleichzeitig sitzen wir vor so einer fülle an informationen, dass wir vieles einfach übersehen, da bin ich nicht die erste, die das sieht, klar.

die hauptabteilung presse und information (DPI) der vereinten nationen hat hier 10 geschichten zusammengestellt zu themen, von denen wir zumindest einmal gehört haben sollten. um das schicksal von mädchensoldatinnen geht es zum beispiel, um den sudan, um die vogelgrippe. bestimmt keine geschichten der kategorie lustig, und sie lassen einen hilflosen nachgeschmack. es gibt keinen spenden-sie-hier knopf, es geht in diesem fall um beachtung, und beschäftigung mit diesen themen. die 10 geschichten sind nicht neu sondern reflektieren das jahr 2007, veröffentlich wurden sie wohl im märz 2008. trotzdem noch sehr lesenswert! 

ganz neu war für mich persönlich zum beispiel die thematik der staatenlosen.

Bis zu 15 Millionen Menschen – was der doppelten Einwohnerzahl Österreichs entspricht – dürften nach Angaben des Hohen Kommissars der Vereinten Nationen für Flüchtlinge (UNHCR) als staatenlos gelten. Dennoch ist sich kaum jemand des Ausmaßes dieses Problems bewusst oder was es bedeutet, staatenlos zu sein.

Die Staatenlosigkeit ist ein zerstörerischer, seelentötender Zustand, der auf jeden Aspekt des menschlichen Lebens Auswirkungen haben kann. Menschen, die nicht als Bürger eines Staates anerkannt sind, sind nicht im Stande die Schule zu besuchen, legal zu arbeiten, Eigentum zu besitzen, zu heiraten oder zu reisen. Sie können mit Schwierigkeiten konfrontiert werden, ein Krankenhaus zu betreten und es ist für sie unmöglich, ein Bankkonto zu eröffnen und eine Pension zu erhalten. Wenn sie jemand beraubt oder vergewaltigt, ist es ihnen nicht möglich, eine Beschwerde einzureichen, weil sie legal nicht existieren. Oft haben sie offiziell nicht einmal einen Namen. weiter hier

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