Verfasst von schokoladenseiten am 15. Mai 2009
ich bin heute abend offline, deswegen ganz kurz:
der (lange!) glücksmoment vom 15. mai 2009:
im bett, mit bierchen im mund und anna terheim im ohr den krimi fertig gelesen.
der fall ist gelöst, aber ich frage mich, warum das buch „die falsche spur“ heißt. sehr mysteriös, aber ein sehr gutes buch. nur dieses allein im bett liegen, das müsste ich mal ändern. platz genug für eine zweite person wäre ja. gibt es bewerber?
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Verfasst von schokoladenseiten am 19. Oktober 2008
… schlechte bücher zu lesen.
ich habe jetzt schon den zweiten krimi nach 20 seiten oder so abgebrochen, weil ich einfach keine motivation hatte, weiter zu lesen. es muss für mich in einem buch doch irgendjemand sympathisches auftauchen, ob der gauner oder der detektiv oder der polizist. das ist bei asa larssons „sonnensturm“ nicht passiert und auch nicht bei astrid paprottas „die höhle der löwin“. vielleicht hätte ich die energie aufgebracht weiterzulesen, hätten die geschichten in düsseldorf oder neuseeland gespielt. aber dunkles lappland und seltsames rumänien haben es dann auch nicht geschafft mich bei der stange zu halten.
„angefreundet“ habe ich mich mit privatdetektiv georg dengler in stuttgart, lieber wolfgang schorlau, bitte schreiben sie noch mehr! spannend, politische themen, lauter sympathische hauptfiguren. „die blaue liste“, „fremde wasser“ und „brennende kälte“ waren so wunderbar, dass sie in einem rutsch durchgelesen wurden (ja, als arbeitslose geht so was!!). denglers 2. fall muss ich mir noch besorgen. klasse idee übrigens, auf der website so viele links zum weiterlesen anzugeben damit sich die leser mit den hintergründen vertraut machen können.
ein freudiges wiedersehen gab es mit kommissarin maria kallio in finnland, in „der wind über den klippen“, geschrieben von leena lehtolainen. in der taz gabs auch ein interview mit der autorin.
es gibt so viel gutes, warum dann die zeit mit schlechtem wie oben verschwenden. aber: alles geschmacksache!
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Verfasst von schokoladenseiten am 28. September 2008
lesen ist leidenschaft. ich konnte mit 3 meine lieblingsbücher auswendig aufsagen- mit umblättern an den richtigen stellen. bevor ich in die schule kam, konnte ich schon richtige bücher lesen.
in seinem buch „die souveräne leserin“ (roter stoffeinband mit silber geprägtem aufdruck!) beschreibt alan bennett eine nie namentlich genannte monarchin, bei der die lese-leidenschaft erst relativ spät einsetzt.
die britische königin entdeckt plötzlich und durch zufall ihre liebe zur literatur. sie vernachlässigt staatsgeschäfte, ihre garderobe und ihre hunde, bringt sorgfältig organisierte zeitpläne durch bücher-bedingte unpünktlichkeit durcheinander, verwirrt staatsgäste und untertanen mit literatischen fragen und stellt das leben in ihren palästen auf den kopf. ihr tagesablauf, ihr verhalten, ihre einstellungen ändern sich je mehr bücher sie im lauf der monate verschlingt. und sie wird philosophisch, beginnt selbst zu schreiben:
bücher legen einem [...] selten bestimmte handlungen nahe. bücher bestätigen einen im allgemeinen nur in dem, was man – vielleicht unbewusst – bereits zu tun beschlossen hat. man wendet sich an ein buch, um seine überzeugungen bestärkt zu finden. ein buch besiegelt sozusagen.
man legt sein leben nicht in seine bücher. man findet es in ihnen.
welch luxus war es für mich in den letzten monaten, so viel zeit mit bücher lesen verbringen zu können (die unerreichbarkeit meines feed readers war da nicht unschuldig). und auch jetzt ist die leidenschaft noch voll entbrannt und schon wieder liegen 3 angefangene werke im haus verteilt. spannend ist „ein guter mann“ von meinem schon lange geliebten jacques berndorf. „von wem habe ich das bloß“ war ein geschenk und ist das neue werk von manuel andrack, es geht um ahnenforschung und ist so viel besser als ich gedacht hätte! und mein favorit im moment ist der schockierende und doch wunderbare bericht der ärztin jerri nielsen und ihrem jahr am südpol, „ice bound„. alle bücher sind SEHR zu empfehlen (ihr braucht halt so viel zeit wie ich im moment noch habe…).
und noch was: egal, welches buch ich im moment auch aufschlage, ob lesende queen, BND krimi oder antarktis drama – überall taucht früher oder später das wort neuseeland auf.
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