die wahl eines neuen arbeitsplatzes beeinflussen so einige faktoren, nicht zuletzt der neue wohnort- was nützt einem der beste job, wenn man sich in der stadt nicht wohl fühlt? und umgekehrt genauso.
etwas übertrieben, aber durchaus im unterbewusst sein bei mir persönlich: gibt es in der zukünftigen neuen heimatstadt einen sportverein, den ich mit leidenschaft wöchentlich im stadion unterstützen kann? sei es fußball oder eishockey, oder vielleicht auch etwas ganz neues.
es ist doch schon so, dass man für die meisten vereine eine gewisse grundsympathie oder antipathie hat, ohne dies rational begründen zu können.
nehmen wir mal freiburg: den SC mag ich irgendwie, obwohl ich im moment nicht mal namen von trainer oder spielern nennen könnte. oder kaiserslautern, warum nicht alle zwei wochen auf den betzenberg pilgern? in berlin würde ich zu den eisbären gehen, in frankfurt zur eintracht, in münchen wahrscheinlich zu den löwen, in bremen zu werder, in köln zum FC (nein, nicht zu den haien, das geht nun wirklich nicht, höchstens zwei mal im jahr, wenn die nachbarn einfallen).
ich kann mir nicht vorstellen, in leverkusen zu bayer zu gehen, in wolfsburg zu irgendwas, in hamburg höchstens zu st. pauli aber dafür bekommt man ja keine karten. und in hannover walten zwar die ehemaligen trainer von DEG und alemania, aber ich könnte mir trotzdem nicht vorstellen, leidenschaft für einen dieser vereine aufzubringen.
damit möchte ich jetzt nicht sagen, dass die DEG völlig aus meinem leben gestrichen wird, im gegenteil. aber aufn sportplatz gehen, oder ins stadion, ist einfach eine mir liebe freizeitbeschäftigung. und wenn ich einen job in rostock annehmen würde, würde ich nicht das ganze wochenende trübe in der wohnung der eishockey berichterstattung von antennen düsseldorf webradio lauschen wollen, sondern halt lieber zu hansa gehen.
wie gesagt- es gibt keine rationalen begründungen, und diese gedanken spielen nicht wirklich eine rolle bei der karriereplanung. aber sollte es die wahl geben zwischen zwei gleichwertigen jobs, sagen wir mal hannover und freiburg, tja, wer weiß was dann passiert.