ich gebe zu es ist eine katastrophe.
laut meinem eigenen plan und dem trainingsplan im schlauen buch müsste ich schon viel schneller weiter besser schöner laufen inzwischen und dem 11. oktober, dem tag des halbmarathons, mit optimismus in die augen blicken. die motivation ist eigentlich da im moment, ich finde es toll, mit sonne, blauem himmel und wärme zu laufen, ich mag meine strecke am kanal entlang. ich weiß inzwischen auch, dass ich lieber alleine laufe als mit anderen zusammen. um zeit für meine gedanken und mich oder auch mal ohne gedanken zu haben.
aber die 8 km heute, 2 mal die kleine runde, die waren von der zeit wieder mal einfach schlecht. ich bin nicht am limit gelaufen, aber auch nicht geschlichen. eher in dem tempo, in dem ich die 8 km schaffe ohne probleme zu bekommen. würde ich schneller laufen, würde ich die 8 km wahrscheinlich nicht schaffen. so laufe ich zügig- und bin nach exakt 2:30 an der ampel und nach 19 min an der schleuse.
vielleicht sollte ich einfach akzeptieren, dass ich kein langstreckenläufer bin, und ein kurzstreckenläufer auch nicht. nach dem blasen-drama am rothaarsteig auch kein wanderer mehr, also nur noch geocacher? die stimmung zu diesen sätzen ist im übrigen nicht frustriert und nicht tieftraurig, eher ernüchternd.
im grunde will ich auch gar nicht den stress. dieses minuten zählen und schnitt berechnen und immer nur an die 21 denken. ein bisschen einfacher habe ich es mir schon vorgestellt.
das fazit jedenfalls ist folgendes: ich mache noch einen monat weiter. allein schon wegen der himbeeren. anfang august werde ich dann entscheiden- für den lollslauf anmelden oder es sein lassen.

