Die Schokoladen-Seiten des Lebens

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Mit ‘halbmarathon’ verschlagwortete Einträge

auf dem weg zum halbmarathon (4)

Verfasst von schokoladenseiten am 1. Juli 2009

ich gebe zu es ist eine katastrophe.

laut meinem eigenen plan und dem trainingsplan im schlauen buch müsste ich schon viel schneller weiter besser schöner laufen inzwischen und dem 11. oktober, dem tag des halbmarathons,  mit optimismus in die augen blicken. die motivation ist eigentlich da im moment, ich finde es toll, mit sonne, blauem himmel und wärme zu laufen, ich mag meine strecke am kanal entlang. ich weiß inzwischen auch, dass ich lieber alleine laufe als mit anderen zusammen. um zeit für meine gedanken und mich oder auch mal ohne gedanken zu haben.

aber die 8 km heute, 2 mal die kleine runde, die waren von der zeit wieder mal einfach schlecht. ich bin nicht am limit gelaufen, aber auch nicht geschlichen. eher in dem tempo, in dem ich die 8 km schaffe ohne probleme zu bekommen. würde ich schneller laufen, würde ich die 8 km wahrscheinlich nicht schaffen. so laufe ich zügig- und bin nach exakt 2:30 an der ampel und nach 19 min an der schleuse.

vielleicht sollte ich einfach akzeptieren, dass ich kein langstreckenläufer bin, und ein kurzstreckenläufer auch nicht. nach dem blasen-drama am rothaarsteig auch kein wanderer mehr, also nur noch geocacher? die stimmung zu diesen sätzen ist im übrigen nicht frustriert und nicht tieftraurig, eher ernüchternd.

im grunde will ich auch gar nicht den stress. dieses minuten zählen und schnitt berechnen und immer nur an die 21 denken. ein bisschen einfacher habe ich es mir schon vorgestellt.

das fazit jedenfalls ist folgendes: ich mache noch einen monat weiter. allein schon wegen der himbeeren. anfang august werde ich dann entscheiden- für den lollslauf anmelden oder es sein lassen.

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glücks-rezept (2)

Verfasst von schokoladenseiten am 12. Mai 2009

der glücksmoment am 12. mai 2009:
dass es beim laufen heute nur ein kleines bisschen geregnet hat

erstaunlich dabei ist, dass ich trotz der dunklen wolken überhaupt losgelaufen bin und den regen in kauf genommen habe. dass ich es gemacht habe, weil ich morgen und donnerstag schon was anderes vor habe und nicht zum laufen kommen werde. und sogar die zeit war zufriedenstellend.

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auf dem weg zum halbmarathon (3)

Verfasst von schokoladenseiten am 6. Mai 2009

heute war so ein tag, wo ich wirklich nicht laufen gehen wollte. grau, dunkle wolken, kurz vorm regenschauer, müde. aber dann dachte ich an die letzten beiden sportfreien, faulen tage, und dachte an den großen tag im herbst, zu dem es vielleicht nicht kommt, wenn ich nicht genug trainiere. und ich dachte an eisenconny, die dieses wetter nie als ausrede akzeptieren würde.

und eh ich michs versah, hatte ich die 6 km runde am kanal entlang schon geschafft. hoher puls und (für mich) recht schnell, kampf und krampf die meiste zeit, ein bisschen vom hund angefallen, sehr viele nordic walker überholt, an nichts gedacht. laut pulsuhr 400 nochwas kalorien weg, einfach durchs aufraffen. einen schritt weiter. die restlichen 16 km kommen auch noch.

wer mich motivieren will, kann dies übrigens hier tun. und wenn ihr schon dabei seid, auch gleich den mitstreiter rob_82, aber vorsicht, ihm läuft öfter mal gatorade aus der nase…

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auf dem weg zum halbmarathon (2)

Verfasst von schokoladenseiten am 30. April 2009

auf der rad-rückfahrt von der arbeit eben, durch den oberhausener kaisergarten, kam mir eine gruppe joggender kinder in weißen karate- (oder judo oder so) anzügen entgegen. gelbe gürtel hatten sie an. der trainer (weißer karate-anzug und schwarzer gürtel) stand an einer ecke und hat zugeguckt. zwei jungs, die mit hochrotem kopf an ihm vorbeigekeucht kamen, rief er zu: „ey ihr, ist das laufen? ich habe gesagt ihr sollt rennen!“

und so was ist genau der grund warum ich laufen und sport allgemeinen früher sprich in der schule so schlimm fand. terror war das doch.

und es ist der grund dafür, dass sport jetzt spaß macht. weil niemand an der ecke rumsteht und mich kritisiert. wenn ich nicht mehr will, höre ich auf oder mache eine pause. ich gehe freiwillig ins fitness studio, ich laufe auf ein ziel hin. druck mache ich mir höchstens selber mit einer kombination aus anderen läufern, laufplan, dailymile und pulsuhr. und wenn ich in ein paar wochen wirklich keine lust mehr haben würde, und es alles nur eine qual wäre- dann würde ich aufhören. wäre zwar höchst peinlich und unangenehm, aber ich würde das machen, was ich für richtig halte. und keiner sagt mir „ey, du sollst rennen“.

gestern kam mir übrigens jemand mit mundschutz entgegen. mexico lässt grüßen…

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technik

Verfasst von schokoladenseiten am 18. April 2009

im letzten jahr in neuseeland habe ich öfter mal mehrere tage im bush verbracht (bush= alles, was nicht stadt ist…), ohne handy empfang, ohne strom, mit gas und kerzen und spielkarten. das ging schon. und war immer wunderschön.

wie sehr mein leben sich gewandelt hat, zeigen auch die folgenden beispiele:

- meine nächste anschaffung wird ein GPS Gerät zum geocachen etc werden. evtl morgen post-bestellung oder im laufe der nächsten woche im laden

- meine lauf-erfolge-ergebnisse logge und analysiere ich seit heute über dailymile (es gibt auch ein blog widget, das funktioniert noch nicht ganz wie es soll). damit ich nicht per hand ausrechnen muss, wie viele kilometer ich in der woche gelaufen bin.

- und eben habe ich webspace und eine domain bestellt und werde endlich damit anfangen, auf einer anderen ebene zu bloggen

technik ohne ende. anders als in NZ. auch schön. anders schön.

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auf dem weg zum halbmarathon (1)

Verfasst von schokoladenseiten am 13. April 2009

keine sorge, dies wird kein lauf-blog. ich habe mir die halbmarathon-idee in den kopf gesetzt und habe jetzt mit dem vorbereiten angefangen. ich werde sicher ab und an drüber bloggen, aber nicht über jeden lauf, jeden pulsschlag, jede dehnübung.

heute bin ich jedenfalls zum ersten mal mit der pulsuhr gelaufen. habe mir meine maximale herzfrequenz (oder so…) berechnet, 220 – Lebensalter = 189. beim regenerativen joggen läuft man mit weniger als 70% dieser frequenz. das begleitbuch zur pulsuhr empfiehlt zum lockeren laufen zwischen 60 und 70%, diese beiden werte habe ich berechnet (prozentrechnung! laufen ist kopfarbeit!) und als grenzwerte in die uhr eingegeben. fortan sollte sie also piepsen, sobald man puls eine der grenzen überschreiten würde.

welch desaster! ich kam mir vor wie mit tinitus, die uhr hat nicht aufgehört zu piepen. um es zu stoppen, musste ich so langsam laufen, dass ich jeden grashalm neben mir zählen konnte und jetzt mit jeder schnecke per du bin.

aber von dem radau am handgelenk mal abgesehen war das ein entspannter 40 minuten lauf, ganz entspannt und locker. beim nächsten mal stelle ich die uhr halt anders ein- und bis herbst, wenn der HM steigt, ist zum glück noch sehr sehr viel zeit..

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nicht-tatort revisited

Verfasst von schokoladenseiten am 28. Dezember 2008

beim krankenhaus-besuch heute wieder blick auf ein altes schlachtfeld gehabt: den sportplatz von meiner alten schule. wie unglaublich der vergleich damals (schuljahr 96/97) und heute:

damals war ich an sport höchstens im fernsehen interessiert, ich konnte nix, ich wollte nix und alle stundenplan-planungen scheiterten. sportunterricht war pflicht. ein jahr (in der 12) eine mannschaftssportart (das lief auf badminton raus und war recht locker), das nächste jahr (die 13) einzelkampf.  zur wahl standen leichtathletik, turnen und schwimmen. turnen wäre totales versagen mit verletzungsgefahr gewesen, schwimmen wäre ja noch gegangen aber der kurs lag immer parallel mit musik (musik oder kunst mussten gewählt werden, in musik war ich immer gut und aktiv, also das schicksal auch gegen mich), leichtathletik blieb übrig.

wir waren 3 mädels, der rest waren mehr oder weniger profifußballer, angehende sportstudenten und kämpfer der freiwilligen feuerwehr. wir drei hatten eine medizinisch-bedenkliche häufigkeit von regelbeschwerden, wechselten uns allerdings so ab, dass immer eine da war. beim 2000m lauf wusste ich die zeit, aber der es eh null punkte geben würde und hörte zu diesem zeitpunkt einfach auf zu laufen. zumindest die verletzungsgefahr war niedriger als beim stufenbarren.

und heute? fühle ich mich nach ein paar tagen ohne sport total eingerostet und unwohl. bin vorgestern in kurzem rock und hohen stiefeln spazieren gewesen, aus mangel an anderer bekleidung und begeisterung über die sonne (spazieren gehen ist kein sport aber immerhin bewegung, ich weiß). unterm tannenbaum lag eine profi-lauf-ausrüstung und ich habe allen ernstes vor 2009 einen halbmarathon zu laufen. ich halte mich für relativ sportlich, gelenkig und fit. und kann die abneigung zu damals nicht mehr nachvollziehen.

ich bezweifle allerdings, dass ich jemals mit schwebebalken, rhythmischen sport-bänderchen und stufenbarren freundschaft schließen werde. nie im leben!

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