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Mit ‘film’ verschlagwortete Einträge

„alle anderen“

Verfasst von schokoladenseiten am 21. Juni 2009

ich hatte den trailer von „alle anderen“ ein paar mal gesehen, auf der berlinale hatte es einen silbernen bären für die hauptdarstellerin birgit minichmayr gegeben und den „großen preis der jury“, heute konnte ich endlich den film komplett sehen. und ich bin immer noch ganz gebannt, noch gar nicht richtig wieder aufgetaucht aus der geschichte.

es war sehr anders, als ich gedacht hätte, und ich war sehr viel mehr begeistert, als ich gedacht hätte. dieser film hat die berlinale-preise mehr als verdient. die personen waren alle nicht wirklich sympathisch, der soundtrack nicht wirklich ein meisterwerk, die bilder von sardinien nicht wirklich fernweh-machend. aber rundum sehr sehr gelungen, gut gespielt, ein gutes thema. sehr realistisch. so wie es halt ist zwischen den menschen.

wie unterschiedlich es manchmal ist, wen wir allein mit jemandem sind, oder wenn andere dabei sind. wenn andere uns bewerten, oder jemand anderen beurteilen. ob man sich einmischen sollte oder nicht. wie nervig manche leute sein können- und im nächsten moment wieder ganz anders. wie unpassen ein minirock beim wandern ist. dass er sich verläuft, es nicht wahr haben will und am ende doch beide rucksäcke tragen muss. und wer sind die anderen? wollen wir sein wie die anderen? sind die anderen besser? oder schlechter? verachtenswert oder bewundernswert?

alle anderen ist sehr zu empfehlen!!!

bei critic.de gibts noch eine ausführlichere kritik als meine, und hier der trailer:

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12seconds

Verfasst von schokoladenseiten am 31. Mai 2009

unter dem kapitel „wenn ich mal zeit habe, dann…“ hatte ich bisher 12seconds stehen. heute mal getestet, witzige sache! am sound muss ich sicher noch was machen, das nächste mal gehe ich wohl vorher auch in die maske, suche ein paar requisiten zusammen und sage vielleicht auch was mit mehr sinn und inhalt- aber dies ist der erste test:
test! on 12seconds.tv

also der erste test, der veröffentlicht wird. ein paar andere habe ich direkt wieder gelöscht hehehe

leider kommt jetzt nur ein link und nicht direkt das video, aber daran werde ich demnächst noch arbeiten, für heute reichts. ich freue mich natürlich über eure kommentare. bei 12seconds könnt ihr übrigens – natürlich – einen video kommentar hinterlegen!

idee via chikatze

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der baader-meinhof film

Verfasst von schokoladenseiten am 8. Oktober 2008

viel wurde über den film der baader-meinhoff komplex geschrieben, viel diskutiert. hier also meine meinung dazu.

ich denke es ist auf jeden fall ein sehenswerter film. betonung auf spielfilm, keine dokumentation. es ist sicher hilfreich, schon ein gewisses vorwissen über die RAF-thematik zu haben, sonst ist es teilweise nicht einfach, den überblick über personen und handlungsstränge zu behalten. der film regt auch an, sich hinterher intensiver mit dem thema zu beschäftigen, verschiedene sichtweisen zu hören, die zeit aus einer anderen perspektive erzählt zu bekommen, nicht nur aus der der terroristen wie im film.

leider ist auch dieses thema deutscher geschichte eines, das in der schule nicht auftaucht. ich persönlich kann mich zwar an die terroristen-suchplakate erinnern, die bei uns anfang der 80er noch auf dem postamt hingen, was es aber genau damit auf sich hatte, erfuhr ich erst viel später, so nach und nach und mehr auf eigenes suchen hin. dann passierte da noch was in bad kleinen, aber so richtig sinn machte das doch nie.

damit bietet der film einen ganz guten ein- und überblick über die RAF-zeit, wenn auch proppevoll mit einer riesigen menge an ereignissen, aber um alles in 150 minuten unterzubringen musste halt irgendwo „gespart“ werden. an der beschreibung vieler charaktere zum beispiel, ihren hintergründen etc. oder ein näheres eingehen auf eines der opfer, deren familien, der polizisten. aber in spielfilmlänge ist einfach nicht alles zu schaffen.

der film zeigt ein bild äußerst brutaler, aggresiver, kaltblütiger und ungerechter gewalt. von seiten der polizei, von seiten der terroristen. berichte, die ich im voraus über den film gelesen hatte, sprachen von einer beschönigung der tatsachen, von romantisierung der hauptpersonen, von sympathischen tendenzen. in den ersten paar minuten gibt es sicher so etwas wie sympathie, als die iranischen shah-fans auf die demonstranten losgehen, die polizei in unfassbarer weise (nicht)reagiert. sobald aber das große morden, foltern, quälen, hinrichten losging, fand ich wirklich keinen der terroristen sympathisch. sondern nur brutal, beängstigend und verstörend. der unwille zum reden, zur diplomatie (wird etwa in der mitte des films thematisiert) ist mir völlig unverständlich. demokratie und rechtsstaat sind vielleicht keine perfekte staatsform, aber es gibt keine bessere. und in einer demokratie darf nicht so gemetzelt werden. protest ja, nicht alles gefallen lassen ja, aber nicht auf diese weise.

es gäbe noch viel zu dem thema zu sagen, zum film, zu den schauspielern- aber ich lasse es mal bei diesen zeilen.

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andere seiten

Verfasst von schokoladenseiten am 31. Juli 2008

ein regentag in christchurch. der chef hat keine arbeit fuer mich. was mache ich mit der luxusware zeit? ganz tief in die filmwelt eintauchen. um 3 ins kino gehen. fuer unbestimmte zeit in „a world history of film“ von robert sklar blaettern. auf rotten tomatoes und der internet movie database die zeit vergessen. und darauf freuen, dass gerade das christchurch film festival beginnt.

der film, den ich gesehen habe, war the edge of heaven, deutscher titel auf der anderen seite. ein film, der am 27. september letzten jahres in deutschland anlief – was genau der tag ist, an dem ich in neuseeland ankam. so lange hat es also gedauert, bis dieses meisterwerk mich sprichwortlich auf der anderen seite erreicht hat (shine a light, der auf der berlinale 2008 premiere hatte, habe ich immerhin letzte woche in cairns gesehen, das ging ja flott im verhaeltnis dazu).
der film war fantastisch, wie es bei fatih akin auch zu erwarten war. der film lief Den Rest des Beitrags lesen »

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