ok freunde dieses internet bekommt 1 chance von mir. es sind schon 25 minuten rum und ich habe eigentlich noch nicht wirklich was gemacht. diese geschwindigkeit kennt die jugend von heute gar nicht mehr. man drueckt auf senden und bis etwas passiert kann man einen mojito trinken gehen. was man aber auch so staendig macht.
warum ich jetzt online bin- weil gestern nacht die hotelrezpeption die internet karten verkauft schon zu hatte, und wir haben hier sozialismus. da ist man nicht sehr geschaeftstuechtig oder service orientiert. ausserdem spielt die deg gerade und es freut mich unfassbar zu wissen, dass wir sogar 3 0 fuehren ich habe hier weder doppelpunkt noch klammern deswegen stellt euch vor da steht drei zu null und dieser kommentar in klammern.
ausserdem war heute der letzte schultag, also urlaub waren die vormittage nicht bisher! verben konjugieren ist ja so etwas furchtbare, wir haben aber auch rotkaeppchen gelesen und lieder aus buena vista social club gesungen
. klammer auf rauten habe ich auch nicht klammer zu.
cuba ist ein extrem anstrengendes reiseland nicht nur wegen dem internet. zwei waehrungen, deren genaue umrechnungskurse ich ncoh nciht so verstanden habe. es ist sehr schwer, ein gutes essen im restaurant zu bekommen, oder ein ordentliches essen ueberhaupt irgendwo, ganz einfach weil es viele lebensmittel einfach nicht gibt. die leute sind unglaublich arm, leben in einer diktatur unter totaler kontrolle, mit null freiheit allerdings auf einer wunderbaren insel in excellentem klima wer nichts materielles hat braucht musik zum ueberleben und musik spielt ueberall. rum gibt es auch ueberall. sogar relativ billig, alles andere ist ordentlich teuer.
die leute sind unglaublich gastfreundlich, meine lehrerin unglaulich sympathisch, die mitschueler grosse klasse klammer auf bis auf den schweizer p der die ganze schulzeit ueber sein iphone vor meine nase gelegt hat es aber nur zum fotografieren benutzt klammer zu.
jetzt gleich klammer auf wenn ich das glueck habe, dass ich diesen eintrag veroeffentlihcen kann klammer zu geht es noch zum pool, dann mit der schule ins casa de la musica wo jeden freitag ein grosser salsa abend ist. morgen mit dem mietwagen nach pinar del rio und vinales, dann werden die zelte in havanna abgebrochen und es geht mit dem bus nach trinidad.
mehr demnaechst, die zeit hier ist zu kostbar um sie am computer zu verbringen. denn nur zwei wochen hier sein, dass ist eine grosse katastrophe… mehrere wochen, mehere monate unterwegs sein, das waere mir schon lieber…
bleibt der einzige schreck, dass ausgerechnet heute nacht die uhr umgestellt wird,ich nicht weiß, ob das iphone sprich der wecker das von alleine mitbekommt und deshalb lieber den reisewecker wieder ausgepackt und schon mal umgestellt habe. nervenkitzel bis zum schluss…
ganz andere sorgen macht mir die tatsache, dass ich ohne iphone reisen und wohl die größte zeit in cuba auch offline sein werde. ohne iphone heißt zum beispiel, ich muss den alten mp3 player rauskramen und da jetzt mal lieder drauf laden. ich brauche eine kamera. einen wecker. eine liste mit adressen. das alte telefon, dass nicht viel mehr als telefonieren kann für den notfall. das bekommt aber erst morgen früh als letzte aktion die iphone sim karte.
ich habe einen reiseführer (buchform) gekauft (aber nicht gelesen), weil man ja nicht online gehen kann. ich habe einen stadtplan von havanna (da ohne google maps unterwegs…). ich werde zwei wochen nicht wissen, wie die deg spielt. werde nicht wissen, welche geocaches auf meiner watchlist gefunden wurden oder auch nicht. wer welche meinung zum tatort hat (tatort verpassen ist dann doch nicht so wild). ob die züge im ruhrgebiet verspätung haben, in welcher kantine der welt es was zu essen gibt, wer gerade welche musik hört und gut findet, wo es neue theorien, ideen und best practice beispiele im etourismus gibt. ich werde postkarten schreiben- das hat man früher, vor twitter und so gemacht, es sind bunte fotos aus dem urlaubsland, wo man drauf schreibt, was man sonst twittert, es dann in die post steckt und 3 monate später liest der empfänger den content. im übrigen erreichen nur 50 prozent aller postkarten aus cuba ihren empfänger.
dazu reise ich in den sozialismus, in eine diktatur, wo es getrennte währungen für einheimische und besucher gibt, wo kolonialstädte welterbe sind und nicht bergwerke, wo es wohl schwierig ist ein ordentliches essen zu bekommen und man deswegen einfach auf rum und zigarren umsteigen sollte. morgens um 8 kommt der schulbus, der einen zum sprachkurs mit beginn um 8.15 uhr bringt.
ich erlebe das wunderbare gefühl, dass ich jetzt schon vermisst werde, und ich glaube zudem, dass nach meiner rückkehr eh alles besser wird und der mörderstress der letzten wochen vorbei ist. und ganz bald, wenn ich wieder da bin, geht dann das neue blog online.
es wird wohl so sein, dass ich während der 2 wochen cuba urlaub ein offline-mensch sein werde. und statt mails und sms und tweets auf die gute alte postkarte als kommunikationsmittel zurückgreifen werde. das habe ich schon immer gerne gemacht, allerdings ist mir in letzter zeit aufgefallen, dass es schwer fällt etwas neues zu schreiben, wenn man eh die ganze zeit schon fotos getwittert oder gebloggt hat. es wird wunderbar in cuba :-)
gewisse adressaten sind natürlich gesetzt, aber auch die online-welt soll nicht zu kurz kommen. ab sofort könnt ihr euch deswegen hier in den kommentaren oder bevorzugt bei twitter mit einer DM bewerben. bitte kreative begründungen warum ich gerade dir eine karte schicken sollte! massen werden es nicht sein, ich will ja auch noch was anderes machen, wie am strand liegen und che t-shirts kaufen.
als mir mein bruder- ein nicht-blogger aber klimaschützer- vom diesjährigen blog action day zum thema klimawandel erzählt hat, war klar, dass ich mich beteiligen würde. und auch, dass in diesen blog eintrag mal ein bisschen mehr arbeit fließen muss als in die sonstigen kurzen kritzeleien der letzten zeit. die verbindung zum thema reisen war auch bald klar. durch all den trubel der letzten zeit kam das nachdenken über das thema natürlich doch zu kurz, aber deutliche worte lassen sich dennoch finden.
reisen schadet
welch klimakatastrophe nämlich ist das fliegen! das klima der gerechtigkeit blog zum beispiel hat dazu eine eigene kategorie, so malerisch kondensstreifen am blauen himmel auch aussehen, so schlimm ist doch ihre eigentliche bedeutung. in einem focus artikel vom märz 2007 wurde berichtet, wie sehr die fliegerei dem klima schadet. einleuchtend, aber ganz lässt sich auf das fliegen eben nicht verzichten. aus geschäftlichen gründen vielleicht, weil für bestimmte dinge persönliche anwesenheit an einem anderen ort der welt unerlässlich ist. oder weil man bestimmte orte der welt sonst einfach nicht zu sehen bekommt. für den einen ist dies wichtiger als für andere, klar. ich bin jemand, der nicht aufs reisen, und damit aufs fliegen verzichten kann.
reisen hilft
flugzeuge bringen einen nämlich auch an orte, an denen besonders deutlich wird, wie schön diese erde ist, und was es zu schützen gilt! was wir nämlich verlieren, wenn der meeresspiegel ansteigt und ganze inselgruppen untergehen (von holland ganz zu schweigen). wenn gletscher schmelzen und einfach verschwinden. wenn üppig grüne und blühende natur verdorrt und vertrocknet. das kann ich mir beim wandern in der eifel vielleicht ein wenig vorstellen, aber durchaus besser, wenn ich an einem finnische see sitze oder auf einem neuseeländischen gletscher rumkraxle oder beim segeln an einer winzigen karibikinsel an land schwimme oder wenn ich ein alpenpanorama in mich aufsauge.
indem man an diese orte fliegt, trägt man zur gefahr ihrer zerstörung bei, aber wird eben auch sensibilisiert dafür, was intakte natur ist, wie wertvoll sie ist. und doch bleibt schlechtes gewissen…
wiedergutmachen
deswegen haben sich organisationen gegründet, die sich um dieses schlechte gewissen kümmern- um leute, für die fliegen unerlässlich ist, die aber etwas wieder gut machen wollen. wie zum beispiel atmosfair. dort heißt es:
Für Menschen, denen Klimaschutz wichtig ist, gibt es jetzt ein Angebot: „atmosfair“. Mithilfe eines Emissionsrechners lässt sich feststellen, wie viel Klimagase Ihre Reise verursacht. Dafür zahlt der atmosfair-Kunde so viel, dass damit die Menge klimaschädlicher Gase an anderer Stelle vermieden werden kann, die eine vergleichbare Klimawirkung haben wie die Emissionen des Flugzeugs. Zwar lässt sich der Schaden, der für die Umwelt durch einen Flug entsteht, nicht ungeschehen machen – genauso wenig wie eine Plombe einen kranken Zahn heilen kann. Doch in beiden Fällen ist ein Reparaturversuch ohne Zweifel besser als die Hoffnung, durch Aussitzen werde sich das Problem schon irgendwie von selbst lösen.
abrechnen
auf meiner rechnung für dieses jahr stehen zwei flüge nach münchen und zurück, einmal stockholm, in kürze havanna. danach noch ein paar dienstreisen, innereuropäisch. relativ wenig für meine standards, aber 7500 kg CO2! ein kühlschrank verbraucht 100 kg im jahr, ein mensch in indien hat einen jahresverbrauch von 900 kg CO2. für 179 euro kann ich diese flüge kompensieren- atmosfair investiert für mich in klimaschutzprojekte wie solarküchenbau in indien oder ein kleines wasserkraftwerk in honduras. ich werde das machen. mir sind die flüge, das fliegen, das sehen der welt wichtig.
retten kann ich die welt nicht, wenn ich 179 euro überweise… aber wenn das alle machen würden?
da bin ich also wieder. eine woche unterwegs ging viel zu schnell vorbei, aber ich habe es genossen. bin erholt und mit vielen ideen im kopf wieder am ausgangsort angekommen. auch ideen für blogeinträge, zu themen über die ich mir in den letzten tagen gedanken gemacht habe. während dem kayak fahren in holland, dem luftschlösser bauen während der autofahrten, während schlaflosen nächten im zelt auf sylt inmitten der nordseenaturgewalten. beim begucken von neugeborenen und dem abschluss heute abend auf einem abenteuerlichen spielplatz im stadtwald von mönchengladbach.
ich habe die letzten tage mit wahrlich wunderbaren menschen verbracht, engster familienkreis, alte freunde, neuere freunde, ganz neue leute. die ersten tage in groningen waren komplett offline, danach entwickelte sich zum urlaubsleben und den dazugehörigen menschen eine online-parallelwelt mit anderen, ebenso wunderbaren menschen. und ja, es ist eine parallelwelt bis auf eine einzige schnittstelle, die offline aber auch schon über 10 jahre existiert. die online-menschen haben eine ganz andere perspektive ins offline-leben gebracht, ohne die es zwar geht, aber auf die ich nicht unbedingt verzichten möchte. auch wenn es manchmal schwer ist, der offline welt ein grinsen im gesicht zu erklären, dass durch einen spruch aus der online welt entstanden ist.
tja und ist wie gesagt wieder alltag angesagt (nach dem wäsche waschen, auspacken, auto vom sand befreien morgen, begleitet von absolutem rumgammeln. oder auch nicht). und ich hoffe, dass sich in der nächsten zeit vielleicht noch mehr schnittstellen zwischen den beiden welten entwickeln. um dann zu zweit auf ein handy zu starren und zu gucken, was gerade auf twitter passiert und wer bei wem durch die timeline rauscht :-) ihr seid herzlich eingeladen!
schon länger habe ich eine theorie vom letzten und vom vorletzten tag. der letzte ist super, der vorletzte meistens ätzend.
so war es eigentlich bei jedem meiner jobs in neuseeland, am vorletzten tag war die motivation wirklich am boden, der gedanke kreiste nur ums aufhören und der tag zog sich in die länge. am letzten tag flog alles nur so vorbei, mit den gedanken war ich schon ein paar hundert kilometer weg, oft waren die taschen und das auto schon bepackt, die stimmung konnte durch nichts getrübt werden.
genauso ist es, wenn man während eines normalen jobs in den urlaub startet. der vorletzte tag ist megastress. zum durchdrehen, es muss noch so viel gemacht werden, es kreist so viel im kopf, was man nicht vergessen darf, man kann aber auch noch nichts abschließen, weil ja noch ein tag kommt, wo jemand noch anrufen könnte und alles wieder auf den kopf stellen könnte. ich musste mich dann auch von der praktikantin verabschieden, die mich oft so großzügig mit schokolade versorgt hat. den ganzen nachmittag in einer sitzung gewesen, vor- und nachher mit dem wdr und der tagesschau telefoniert, der tag nahm echt kein ende.
heute dagegen- der letzte tag vor dem urlaub. den ganzen tag blendende laune. alles flutscht. ein punkt nach dem anderen lässt sich von der liste streichen und in die verantwortung der kollegen schieben. man erzählt so vielen leuten am telefon und so vom urlaub, dass man schon fast mittendrin ist. selbst wirklich anstrengende meetings lassen sich durch anschließendes lachen verkraften. und wenn man dann irgendwann den rechner ausmacht- oh yeah.
zu hause das selbe spiel. vorletzter tag chaos, letzter tag: alles sauber und aufgeräumt, nie ist meine wohnung so ordentlich wie kurz vor der abreise. und kurz vor der ankunft, nur dann leicht angestaubt. alle wäsche ist sauber, wenn auch noch nicht ganz trocken. die taschen gepackt, soundtrack für die autofahrt rausgesucht, kühlschrank leer geräumt (und mit lebenswichtigen sachen für die rückkehr vorbereitet) alle erdenklichen akkus geladen, briefkasten schlüssel abgegeben, proviant vorbereitet. alles noch vor einem. auch wenn es nur eine woche ist, der urlaubsbeginn ist wie der start in ein anderes leben.
aus irgendeinem grund schaffe ich es nicht, die richtigen worte für den rothaarsteig zu finden. die entscheidung, einfach los zu wandern, war auf jeden fall die richtige, und die tage im sauerland waren toll. trotzdem klappt das mit dem erzählen hier im blog nicht so wirklich, muss ich nach hinten schieben. eine kleine anekdote lasse ich aber schon mal springen.
bei aufräumen meiner sachen habe ich eben die rechnung meiner pension gefunden, wo ich in willingen übernachtet habe. und ich habe jetzt erst bemerkt, dass die inhaber der pension behle heißen! behle und willingen! wahrscheinlich ist das da ein name wie dehler in fulda, und der gute jochen hat mit seinen langläufern wahrscheinlich wichtigeres zu tun als im „verwandschaftlichen betrieb“ die gäste zu beglücken.
im nachhinein ist es ein schöner gedanke, dass es ja hätte sein könne, dass morgens ein held einem den kaffee an den tisch bringt.
zu denken „ich möchte gerne nach brilon fahren und den rothaarsteig wandern“. und den rucksack zu packen, wohnung abschließen, nach brilon fahren und den rothaarsteig wandern. das ist freiheit!
(private bemerkung- 15. juni fehlt noch, muss ich nachreichen. es war ein montag, also nicht so einfach…)
habe ich wirklich geglaubt ich ziehe das durch? 5 tage am stück nicht arbeiten und nicht wegfahren? nur gammeln und „sachen erledigen“
ich hatte mir ja schon ein tolles ferienprogramm überlegt, aber heute morgen innerhalb von ein paar stunden komplett über den haufen geworfen. heute abend innerhalb von 15 minuten rucksack gepackt, ab morgen werde ich den rothaarsteig entlang wandern. wie lang, das steht in den sternen, erst dienstag muss ich wieder arbeiten. also mal sehen, was das wetter, die kondition und mögliche mitwanderer dazu sagen und wann ich wieder auftauche.
ich bin selten so unvorbereitet in einen urlaub gestartet. über twitter gabs im laufe des vormittags schon ein paar tipps, im buchladen habe ich schnell einen wanderführer erstanden, im supermarkt ein bisschen verpflegung für unterwegs, die nachbarin kümmert sich um den briefkasten, mit einem griff hatte ich manuel andrack’s buch „du musst wandern“ eingepackt, das ich zwar schon kenne, das ich aber gerne noch mal lesen werde, weil er unter anderm vom rothaarsteig schreibt und weil zum anderen eine widmung von ihm vorne drin steht :-)
das iphone hat das update und dieses wahrscheinlich viel zu teuer geocaching app, aber ich will natürlich schätze am wegesrand, finden obwohl ich jetzt nicht die zeit zur recherche habe. ich hoffe, ich kann das ding so einstellen, dass es piept, wenn ein cache in der nähe ist… ich habe musik und hörbücher ebenfalls drauf, ich verzichte auf eine kamera, und weiß noch nicht, ob ich online sein will den tag über oder ob ich mal eine richtige pause einlege. es kommt auf die situation an. ich mache mir schon ein bisschen sorgen, dass ich zu einsam und allein da durch strömenden regen stapfe, dann ist online sein vielleicht ein kleiner trost und aufmunterer. vielleicht verzichte ich aber auch komplett und gebe nur abends ein lebenszeichen von mir. mal sehen.
es ärgert mich schon ein bisschen, dass so vieles andere doch wieder liegen bleibt. dass ich eine verabredung absagen musste, noch länger auf einen ordentlichen küchentisch und neue lampe für die küche warten muss, noch mehr mahngebühren in der bücherei anfallen, ich nicht 5 kinofilme in 5 tagen sehen werde, und so einige sehenswürdigkeiten und hochseilgärten und caches im ruhrgebiet noch länger auf mich warten müssen.
aber wozu brauche ich einen küchentisch, wenn ich eh fast nie zu hause bin? wenn ich die bücher nur lange genug behalte, können die von den gebühren vielleicht ein komplett neues buch kaufen. die hochseilgärten laufen nicht weg. und ich weiß, dass es mir einfach nur gut tun wird. alles wichtige auf dem rücken dabei zu haben, frische luft und bewegung den ganzen tag, pure freiheit, und am abend ein warmes bett und ein kühles bier.
der glücksmoment vom 23. mai: konsequent ungesundes zu essen. zum abschluss noch mal fett kibbeling, pommes und saucen, das ganze von eis gekrönt.
holland hat einfach so lekker essen. wie hagelslag und poffertjes und fla und frittierten fisch und pommes und leukse waffeln und so. drop kann man sich noch irgendwie gesund reden. den rest nicht. egal. ich kann ja eine gemüse-woche oder einlegen ;-) wäre da nicht der familien-pack hagelslag…
der glücksmoment vom 22. mai: shopping in haarlem und dabei den alten traum vom eigenen hausboot in holland träumen
in haarlem könnte ich es mir wirklich vorstellen. ich hatte ganz vergessen, wie schön es da ist. nah zum meer, nah nach amsterdam, tolle kneipen und cafes und läden, einfach schön zum rumlaufen und gucken (irgendwie das gegenteil von oberhausen hehehe). das geniale wetter hat geholfen, klar. aber wie komme ich an hausboot und job in haarlem?? star trek hat mir die antwort auch nicht gegeben, aber das war dann auch in leiden und nicht mehr in haarlem.
manch einer hat es vielleicht über twitter schon erfahren, aber ich habe heute eine unterschriebene urlaubsgenehmigung von der GF erhalten. für die letzten beiden wochen im november.
jetzt ist anfang mai- und das ist schon sehr weit im voraus geplant finde ich, und finden wohl auch andere. ich bin ja auch anderes gewöhnt. hier noch exklusiv die vorgeschichte:
ich startete meinen job am 1. dezember. etwa zur mitte des monats gab es eine allgemeine aufforderung an alle, doch mal eine grobe urlaubsplanung für 2009 einzureichen. ich fand es nicht würdig, mich daran zu beteiligen und habe erst nach und nach mal den mut gehabt, das thema urlaub anzusprechen. habe statt dessen überstunden angesammelt, aber das ist ein anderes thema. ende märz dann schon mal eine ganze woche frei und in der schweiz keine beine gebrochen, kürzlich für ende juli schon mal die deutsche nordseeküste gesichert, und die rufe nach mehr wurden lauter.
also habe ich jetzt 2 wochen im november frei, bin eigentlich gezwungen in die sonne zu fliegen, habe natürlich auch schon eine idee im hinterkopf- aber wer weiß denn schon was im november ist? ich kann doch nicht 6 monate im voraus einen urlaub buchen? geht so was überhaupt?
und die wahre tragik dabei: ich weiß noch nicht mal genau, was ich am langen christi himmelfahrt wochenende mache, sprich wo ich geocachen gehe ;-)
ich weiß auch gerade gar nicht, was jetzt die moral von der geschicht ist, ich hoffe nur, dass ich das nicht vergesse mit diesem urlaub in 6 monaten…
aus akutem anlass habe ich eben der stadtbücherei oberhausen mal wieder einen besuch abgestattet. und einen berg reiseführer ins haus geholt. einen für frankfurt, das steht demnächst an, und trotz heimischen guides kann man ja mal blättern, was so interessant sein könnte. im sommer steht sylt auf dem programm. praktischer ort für eine familienfeier, und mein plan ist, noch ein paar andere inseln oder das nördliche holland mitzunehmen, „wenn ich schon mal da bin“. [biete mitfahrgelegenheit ende juli von oberhausen nach westerland- werde das bei gelegenheit noch mal erwähnen]. die anderen bücher gehen eher ins träumerische. was weiter weg, was spannendes, wo ich noch nicht war. erste überlegungen, die noch mit arbeitszeit, geldvorkommen und möglicher reisebegleitung abgesichert werden muss. so richtung herbst wäre gut. mal sehen.
ursache für den aktuen anfall könnte das blog von bastian sein, der wie ich einen skiurlaub bei pfiff gewonnen hatte – und jetzt mal so eben ein jahr durch südamerika reist. er schreibt jetzt schon mehr, als ich es in meinem neuseeland-jahr gerne gemacht hätte, ich lese mit begeisterung und einer prise neid, vor allem wo gerade das gespräch auf kolumbien kommt (dafür habe ich eben keinen reiseführer ausgeliehen…). ich hoffe du bloggst weiter so regelmäßig und zeigst fotos von deiner tour!
[ps eigentlich wollte ich davon bloggen, wir genervt ich heute wieder mal vom bahn-fahren war. aber das ist nur die alte leier und keiner wills lesen...]
manchmal muss man ja zum glück gezwungen werden. wenn man 31 ist, gerne an der frischen luft ist und sport macht, keine höhenangst hat- und trotzdem noch nie skifahren war, dann ist doch was nicht in ordnung. das schicksal war mir aber hold, und beim gewinnspiel von pfiff kam tatsächlich der hauptgewinn ins mailfach gesegelt. während der stressigen arbeitstage im februar und märz ein lichtblick am horizont!
die ersten tage eher ernüchternd. warum war ich eigentlich die einzige, die dauernd gestürzt ist? die nicht bremsen konnte? deren ski nicht parallel standen? die aus dem tellerlift geflogen ist und den sch*** berg zum weißen haus hoch wandern musste?
aber irgendwann hats geclickt, und der skivirus hatte mich gepackt. nachtabfahrt nach dem fondueabend im schweizer haus? leichte angst ums eigene leben, aber ein kleines gläschen willi bringt das gleichgewicht und die euphorie wieder nach oben. rote piste am vorletzten tag? klar doch! bei schneesturm, wind und neu-tief-schnee aber ohne sicht am letzten tag noch bis kurz vor der busabfahrt die zeit optimal nutzen? logisch!
welch glücksgefühl, außer atem und mit puls auf 180 und breitem dauergrinsen wieder am lift angekommen zu sein und direkt wieder nach oben zu reiten, damit man sich wieder an die kante stellen kann.
schönheitspreise bekomme ich keine, technik-mäßig diene ich höchstens als schlechtes beispiel. aber gestürzt bin ich am ende so gut wie gar nicht mehr, hatte keine bedenken mehr vor tellerliften, habe mich über langsame gestalten geärgert, die vor mir über den weg geschlichen sind, war dauer-high, habe kurz vor der heimfahrt doch noch bei schlimmstem wetter eine neue strecke ausprobiert- und gemeistert-, sonnenbrand und blaue flecken blieben glücklicherweise die einzigen störenfriede. ein mitreisender sagte irgendwann kopfschüttlend: „zögerlich fährst du ja nicht gerade. könnte aber eleganter sein“.
welch glück, mittags eine pause im liegestuhl zu machen, trocken brot hinunter zu schlingen, fachmännisch andere skifahrer zu beobachten, zu bewundern. die sonne, die berge, den blauen himmel, die luft, die ruhe genießen. und dann wieder auf, in die skischuh zwängen, helm, brille, handschuh, ski, stöcke und auf ein neues.
war doch eigentlich klar, dass skifahren was für mich ist. hätte ich auch mal 30 jahre früher ausprobieren können…