ich verspreche, dass die folgenden künstler wirklich nur einen gastauftritt in diesem meinem blog haben. aber die lieblichen melodien passen zu der unterschrift, die ich kürzlich unter ein arbeitsrelevantes vertragswerk gesetzt habe. am 1. arbeite ich im und für das ruhrgebiet!
(egal wie schlimm dieses video auch aussehen mag- eine aufnahme eines originalauftritts des künstlers war noch viel schlimmer anzusehen!)
das „ich geh nie wieder weg“ sollte man allerdings nicht zu wörtlich nehmen. das heimweh nach neuseeland frisst mich jetzt schon auf…
manche leute leiden ja unter fernweh. die einen zieht es nach neuseeland und wieder zurück, andere wollen so richtig flüchten. für diese habe ich vor ein paar tagen in einem jobnewsletter des goethe-instituts etwas passendes gefunden:
Verwaltungsleiter/-in am Goethe-Institut Nowosibirsk (Entsandte/-r)
man muss für die stelle russisch können. außerdem nötig: „Bereitschaft, sich in die rechtlichen Strukturen des Gastlandes einzuarbeiten“. vielleicht kann man vor stellenantritt noch einen einführungskurs „mafia“ belegen… ich werde keine bewerbung hier hinschicken. kann auch kein russisch…
die wahl eines neuen arbeitsplatzes beeinflussen so einige faktoren, nicht zuletzt der neue wohnort- was nützt einem der beste job, wenn man sich in der stadt nicht wohl fühlt? und umgekehrt genauso.
etwas übertrieben, aber durchaus im unterbewusst sein bei mir persönlich: gibt es in der zukünftigen neuen heimatstadt einen sportverein, den ich mit leidenschaft wöchentlich im stadion unterstützen kann? sei es fußball oder eishockey, oder vielleicht auch etwas ganz neues.
es ist doch schon so, dass man für die meisten vereine eine gewisse grundsympathie oder antipathie hat, ohne dies rational begründen zu können.
nehmen wir mal freiburg: den SC mag ich irgendwie, obwohl ich im moment nicht mal namen von trainer oder spielern nennen könnte. oder kaiserslautern, warum nicht alle zwei wochen auf den betzenberg pilgern? in berlin würde ich zu den eisbären gehen, in frankfurt zur eintracht, in münchen wahrscheinlich zu den löwen, in bremen zu werder, in köln zum FC (nein, nicht zu den haien, das geht nun wirklich nicht, höchstens zwei mal im jahr, wenn die nachbarn einfallen).
ich kann mir nicht vorstellen, in leverkusen zu bayer zu gehen, in wolfsburg zu irgendwas, in hamburg höchstens zu st. pauli aber dafür bekommt man ja keine karten. und in hannover walten zwar die ehemaligen trainer von DEG und alemania, aber ich könnte mir trotzdem nicht vorstellen, leidenschaft für einen dieser vereine aufzubringen.
damit möchte ich jetzt nicht sagen, dass die DEG völlig aus meinem leben gestrichen wird, im gegenteil. aber aufn sportplatz gehen, oder ins stadion, ist einfach eine mir liebe freizeitbeschäftigung. und wenn ich einen job in rostock annehmen würde, würde ich nicht das ganze wochenende trübe in der wohnung der eishockey berichterstattung von antennen düsseldorf webradio lauschen wollen, sondern halt lieber zu hansa gehen.
wie gesagt- es gibt keine rationalen begründungen, und diese gedanken spielen nicht wirklich eine rolle bei der karriereplanung. aber sollte es die wahl geben zwischen zwei gleichwertigen jobs, sagen wir mal hannover und freiburg, tja, wer weiß was dann passiert.
als frau superschlau noch einen 9 to 5, montag bis freitag job hatte, regte sie sich immer über die nichtstuer auf. warum mussten rentner hausfrauenmütter immer dann einkaufen gehen, wenn der arbeitende teil der bevölkerung auch noch schnell ein paar sachen auf dem heimweg von der arbeit mit nach hause nehmen wollte. ein oppa hat doch den ganzen lieben langen tag zeit, warum muss er abends um 6 mit seiner groschen-sammlung vor mir an der kasse stehen? warum geht er nicht mittags um 3 oder morgens um 9?
nun gehört frau superschlau zum heer derer, die immer zeit haben und sich eigentlich den zeitpunkt aussuchen könnten, wo am wenigsten im supermarkt los ist. um dann nicht mehr jammern zu müssen und um den wertvollen beitragszahlern die freizeit nicht zu verderben.
und was macht sie?
stürzt sich mit aller welt auf den verkaufsoffenen sonntag in bad hersfeld und schiebt sich mit hausfrauen, rentnern, touristen, arbeitern und angestellten, hausmännern, rentnerinnen, schülerinnen undsoweiter undsoweiter durch straßen, über rolltreppen und schmale gänge in buchhandlungen.
und warum?
wegen des verkaufspersonals. ich selbst stand am 1. januar diesen jahres in einem leeren geschäft rum und habe auf kundschaft gewartet. das soll niemandem passieren, wenn ich die möglichkeit habe, es zu verhindern. wenn schon arbeiten müssen am sonntag, dann doch bitte auch richtig und sich nützlich vorkommen.
eine dose prosecco bekam man auch noch geschenkt. ich habe noch dreist gefragt, ob sie keine flasche bier für mich hätten. hatten sie nicht. dose prosecco habe ich weiter verschenkt. undankbares arbeitsloses pack!
ich habe jetzt schon den zweiten krimi nach 20 seiten oder so abgebrochen, weil ich einfach keine motivation hatte, weiter zu lesen. es muss für mich in einem buch doch irgendjemand sympathisches auftauchen, ob der gauner oder der detektiv oder der polizist. das ist bei asa larssons „sonnensturm“ nicht passiert und auch nicht bei astrid paprottas „die höhle der löwin“. vielleicht hätte ich die energie aufgebracht weiterzulesen, hätten die geschichten in düsseldorf oder neuseeland gespielt. aber dunkles lappland und seltsames rumänien haben es dann auch nicht geschafft mich bei der stange zu halten.
„angefreundet“ habe ich mich mit privatdetektiv georg dengler in stuttgart, lieber wolfgang schorlau, bitte schreiben sie noch mehr! spannend, politische themen, lauter sympathische hauptfiguren. „die blaue liste“, „fremde wasser“ und „brennende kälte“ waren so wunderbar, dass sie in einem rutsch durchgelesen wurden (ja, als arbeitslose geht so was!!). denglers 2. fall muss ich mir noch besorgen. klasse idee übrigens, auf der website so viele links zum weiterlesen anzugeben damit sich die leser mit den hintergründen vertraut machen können.
ein freudiges wiedersehen gab es mit kommissarin maria kallio in finnland, in „der wind über den klippen“, geschrieben von leena lehtolainen. in der taz gabs auch ein interview mit der autorin.
es gibt so viel gutes, warum dann die zeit mit schlechtem wie oben verschwenden. aber: alles geschmacksache!
eine kleine auswahl, wo ich mich heute nicht bewerben werde:
Wetter-Volontär/in mit Live-Präsentation bei einem radiosender in bayern
Praktikanten/in Redaktion „Die Oliver Geissen Show“ (NORDDEICH TV) bei einer mediengruppe in nrw
Praktikant/in im Community Management bei Hallo Hund bei einem medienkonzern in bayern
Host/Quizmaster for Indian call-in programs (in Punjabi and English) in bayern
Redakteur/in Keramische Fachzeitschriften in NRW
falls jetzt jemand schlau kommt und sagt, hey, das hat alles doch gar nix mit der tourismus-industrie zu tun, wenn du in den falschen job-börsen suchst, findeste nie einen job: alles oben genannte stammt aus mediabiz-job.de, wo durchaus ab und an passende sachen drin stehen. aber auch sehr viel unpassendes. und man blättert sich durch seitenweise mist durch, weil sich zum beispiel nicht nach praktikant/ mit berufserfahrung unterscheiden lässt. aber soll ja auch spaß machen das ganze suchen.
so solls sein. da will man doch gerne arbeiten, da fühlt man sich angesprochen, und dafür steckt man doch auch ein bisschen arbeit in eine bewerbung:
ich habe – ganz ehrlich – keine lust, mich bei einer firma zu bewerben, die ausschließlich bewerbungen auf papier mit der schneckpost haben möchte. mir ist zum glück bisher erst 1 anzeige untergekommen, die vom inhalt interessant für mich war, aber sie liegt immer noch ausgedruckt rum und ich bringe es nicht über mich, mich dort zu bewerben. ich glaube dabei bleibt es auch, zell am see ist sicher eh viel schöner als der bodensee :-)
[falls dieses video für manchen ein alter hut ist, ja ist nicht ganz so neu, es wurde schon drüber gebloggt, aber ich muss halt noch aufholen...]
tagtäglich starte ich im moment mit meinem ganz privaten fitnessprogramm. entweder 50 min salsa aerobic oder wie heute morgen ein dvd-fitness-programm „für den ganzen körper“. so als arbeitslose muss man sich ja fit halten für die wirtschaft und die gesellschaft und so.
mein vater warf heute morgen mal einen blick auf mich und den tv, auf dem 3 hüpfende mädels zu sehen waren. und stellte die frage: bist du das, da im fernsehen?
leichte verwechslung, da zufällig in ähnlichen farben gekleidet. rote hose, grüner pulli, dazu braune hochgebundene haare. da ist schon eine gewisse ähnlichkeit, und ich hätte nichts dagegen, eins der mädels da im fernsehen also auf der dvd zu sein.
die dürfen ihre übungen nämlich in der sonne machen. und am meer. und sind fußballerinnen von beruf. und sogar weltmeisterinnen. und was das fitness-programm für den ganzen körper angeht, kann ich es leistungsmäßig durchaus mit katja brandt, johanna fellner und ulrike kremer aufnehmen. nur eine ist ein bisschen eine streberin, muss immer noch ein bisschen gelenkiger sein als die anderen. aber das hole ich auch noch auf. leider habe ich noch keine informationen gefunden, wo man sich als fußball-weltmeisterin-fitness-hüpferin bewerben kann. die passenden klamotten habe ich ja schon…
auch sonntag stand wieder ein rhönausflug an, allerdings eine harmlose tour mit auto und eltern und einem ausgedehnten mittagessen mit anschließendem leichten verdauungsspaziergang zur ebersburg.
um 1100 wurde die erste version der burg gebaut, das sind ungefähr 300 jahre, bevor in neuseeland überhaupt mal die ersten menschen aufgetaucht sind! es waren raubritter, die herren von ebersberg genannt von weyhers, und deswegen gabs da öfter mal probleme mit den vorgesetzten in fulda.
auch an einem letzten, fast leer geräumten sonnenblumen-feld kamen wir vorbei.
klar, mir wäre es lieber, wieder in einer richtigen stadt zu wohnen und nicht mehr im kaff, aber eigentlich kann ich mich glücklich schätzen, wohnen meine eltern doch ganz nah am wahrscheinlich schönstendeutschen mittelgebrige, in der rhön!
in neuseeland war ich ja ständig mit wanderschuhen und rucksack unterwegs, aber die letzte zeit habe ich leider viel zu inaktiv vor dem rechner im haus in der bewerbungs-offensive verbracht. deswegen war es heute an der zeit mal loszuziehen. diese 25-kilometer-tour hatte ich mir bei regioausflug.de/rhoen rausgesucht, von einigen hartnäckigen nebelfeldern mal abgesehen war es knallermäßiges herbstwetter, so viel frische luft wie schon lange nicht mehr und die erkenntnis, dass man zum wandern nicht unbedingt nach neuseeland muss.
so sah es zum beispiel am roten moor aus:
und so kurz vor dem gipfel vom simmelsberg:
interessant fand ich die autokennzeichen auf den parkplätzen. das war fast alles DO und BO und D und K und NE. die wissen halt, wo’s schön ist. ich auch. ich habe schon jede mänge pläne für die nächsten touren, unter anderem eine 5-tage-5-hütten tour. das ist aber eher was für den sommer. auch wenn ich nichts dagegen hätte, wenn dieser herbst in dieser weise noch 2 1/2 monate anhält und wir dann direkt mit dem frühling weitermachen könnten. dann würde ich auch noch ne weile arbeitslos bleiben.
aber erst mal suche ich mir jetzt ein paar wander-blogs, die fehlen noch total in meinem täglichen lese-programm.