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Verfasst von schokoladenseiten am 21. August 2007
heute morgen, 7.25 uhr, vor demr arbeitsamtagentur düsseldorf. eine lange schlange traurig guckender menschen. die meisten so wie ich mit einladungsschreiben in der hand.
punkt 7.30 wird das tor geöffnet, man strömt hinein, gesittet und höflich. man sucht und findet recht schnell zimmer zwotausendsoundsoviel. und wartet. nach 10 minuten warten (schließlich habe ich einen festen termin!) leicht genervt. schließlich muss ich später noch arbeiten. die im amt anscheinend nicht… der gang ist komplett leer, bis auf mich und van goghs sonnenblumen. die bilder von überfüllten fluren, die man so aus den nachrichten kennt, sind also gestellt.
gegen 7.41 taucht zufällig eine dame auf, die erst mal mein einladungsschreiben studiert. ja, richtiger tag, richtiger monat, auch jahr und uhrzeit richtig und sogar die zimmernummer. hallo, das kann ich, bin schließlich akademikerin (diesen fakt bitte merken für weiteres verständnis der geschichte)! jedenfalls glaubt die dame, dass die arbeitsvermittler gerade eine besprechung haben. und ich? sie geht mal telefonieren. kommt wieder. die besprechung dauert noch 10 minuten. ob ich warten will. klar.
irgendwo auf dem langen flur wird eine tür aufgerissen und herr K kommt auf mich zu. liest sich mein einladungsschreiben durch. ja, richtiger tag, richtiger monat, jahr und uhrzeit richtig und auch die zimmernummer. wir gehen in sein büro, er grinst, murmelt entschuldigungen, findet in seinem computer tatsächlich die eintragung, dass ich heute 7.30 zu ihm kommen soll.
dann besprechen wir ruckzuck die tatsache, dass ich ja 1 jahr ins ausland gehe, deswegen nicht arbeitssuchend bin, er mir also nicht helfen kann. und geld vom amt bekomme ich in dem jahr auch nicht. schade eigentlich. aber keine neue erkenntnis. warum ich aber überhaupt bei ihm sitze. er ist nicht für akademiker zuständig! hallo? naja, ich soll mich halt nach meiner rückkehr aus neuseeland wieder melden. dann gibts auch geld. und sie suchen mir dann eine stelle. danke für 5 minuten gespräch. tut mir leid, dass ich seine besprechung unterbrochen habe.
bleibt das fazit: schade! ich wäre gerne noch mal zu herrn K. gekommen, er war sehr sympahtisch und gut aussehend. falls er das hier liest, man weiß ja nie - gegenüber vom arbeitsamt gibts ein nettes cafe, vielleicht sollten wir mal zusammen einen kaffee trinken gehen?