Die Schokoladen-Seiten des Lebens

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psychoterror

Verfasst von schokoladenseiten am 25. Juni 2007

jedes jahr gibt es in M. wo ich arbeite, eine kirmes bzw ein schützenfest, es trägt beide namen. in düsseldorf mag ich die kirmes wirklich gerne, in M. hasse ich sie!

sie findet nämlich genau vor unserem büro statt. sprich, wir können tagelang nicht auf unseren parkplatz, sondern müssen an der müllkippe am recyclinghof parken. außerdem nervt schon tage vorher der aufbau-lärm und das dauer-gedudel.

am schlimmsten ist jedoch der montag. zum einen blockieren die schützen den parkplatz an der müllkippe. kurz nach büro-beginn startet auch der große schützen-gottesdienst im festzelt und vor lauter lauthalsem lobe den herren (und mitsingenden arbeitskollegen ;-) nein nein ich sollte das lieber nicht schreiben) kann man sich gar nicht mehr auf die arbeit konzentrieren. noch viel weniger, wenn der dj irgendwann seine anlage testet, mit handballer-motivations-schlagern und besonders einem hit, den ich seit heute morgen ca. 10.30 uhr nicht mehr aus dem kopf bekomme, ein ohrwurm der schlimmsten sorte - ein steeeern, der deiiiiinen naaaaamen trääägt. die einzige rettung ist laut schreien…

wenn’s gar nicht mehr geht ruft die chefin zum kirmesbesuch, wir schlagen uns den bauch mit reibekuchen und alt voll und begutachten dann die diversen fahrgeschäfte… die wahl fiel in diesem jahr auf das kettenkarussel, dessen betreiber anscheinend letztes jahr noch den fliegenden teppich betrieb. denn wieder gab es eine fahrt, die doppelt so lange dauert wie eine übliche fahrt für normale kunden. der magen hat böse gegrummelt was ich ihm da antue…

45 minuten schwimmen drinnen und draußen hat dann aber kopf, magen und nerven wieder beruhigt, und ich freue mich auf den lärm in M. morgen, wenn sie den ganzen tag ihre kirmes abbauen und jede metallstange mit wucht auf die straße pfeffern.

wobei mir einfällt, dass ich ja noch die geschichte mit dem bus erzählen muss - ein busfahrer ist sonntag abend einfach auf das kirmesgelände gefahren, hat buden umgesäbelt, leute geschockt, weil doch das kirmesgelände auf seiner normalen route liegt…hier habe ich gerade noch einen bericht dazu entdeckt. auf den schock mussten die kirmesbesucher sicher erst mal alt mit reibekuchen zu sich nehmen…

6 Antworten zu “psychoterror”

  1. michael sagt:

    Gefährliche Gegend aber eine nette Chefin hast Du :)

  2. Blui sagt:

    Immerhin hast Du die Gewissheit das es irgendwann wieder vorbei ist und danach wieder Ruhe herscht.
    Zumindest ne Zeit lang ;-)

    Vom Rheinbahnfahrer könnte man glauben das er vorher schon auf der Kirmes war und dann nicht so weit zu seinem Wagen laufen wollte ;-)

  3. schokoladenseiten sagt:

    außerdem hatte ich noch den krach vergessen, leere bierkästen aufeinander zu stapeln. fast so schlimm wie ein leeres bierglas :-)

  4. Sari sagt:

    *lach* ach herrje, aber so lange die chefin drauf eingeht^^
    bei uns ist einmal im jahr frühlingsfest und da stehen morgens um halb 7 solche marschkapellen vor unseren fenstern und spielen eine halbe stunde lang wegdienst….ich fall da regelmäßig aus dem bett

  5. ela sagt:

    Ok den ganzen Tag *kirmesstimmean* Hier kommt sie rein hier geht sie raus die 10 gewinnt die Micky Maus *kirmesstimmeaus*
    würde ich dann doch nervig finden obwohl ich immer sehr gern auf die Cranger Kirmes gegangen bin :-)

  6. HB sagt:

    Aber wenigstens habt ihr einen Chef der gut drauf ist. Bei uns iss trotz Kernsanierung nebenan noch kein Ausflug auf die Baustelle gemacht worden ;)

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