ich mag es kaum sagen, aber mir sind heute zwei furchtbare dinge in meiner stadt aufgefallen. ich musste jobmäßig abends kurz richtung kö und bei einem geschäftspartner was abgeben. ich musste durch die kögalerie laufen. WIE HÄSSLICH!! all das gold hat dermaßen in den augen gebrannt, ganz automatisch wurden meine schritte immer schneller, die augen nicht auf die auslagen in den schaufenstern gerichtet sondern nur auf das kleine stück außernwelt am ende des langen goldenen ganges. ich sende hiermit eine nachricht ans universum, falls mal ein meteorit auf düsseldorf fallen sollten, dann bitte auf die kögalerie! nur das kino kann gerne verschont bleiben…
als ich die außenwelt erreicht hatte dann die positive überraschung: der bücherbummel hatte schon geöffnet. die ganze lange straße lang ein stand am anderen mit neuen/alten/ganz alten büchern, dazu schnickschnack, ein paar malerinnen, und dank der bedrohlichen dunklen wolken genau die richtige anzahl an besuchern: kein gedränge, aber auch kein peinliches alleine rumgucken. ruckzuck zwei billige krimis erstanden (ein fußball-krimi und ein neuss-krimi!) und auf dem weg zum auto ein erneuter schandfleck. eine bude, die kölsch verkaufte. ich dachte, die stadt ist schuldenfrei und nicht auf jeden kleinen standplatzmieter angewiesen? ich habe nur eine erklärung:
es nennt sich gastfreundschaft. die ganzen geschmacksverirrten nachbarn von rheinaufwärts, die in der kögalerie einkaufen und denen bier nicht schmeckt, die sollen halt am kölsch-stand glücklich werden. von mir aus. es soll euch doch gefallen hier! und mir fällt es auch nicht schwer, die kögalerie zu umgehen. beim nächsten kinobesuch bringe ich halt eine sonnenbrille mit…

