Verfasst von schokoladenseiten am 1. Dezember 2006
Ich bin ein sehr toleranter nichtraucher, muss ich mich mal loben. Ich habe schon raucher geküsst, ich besitze einen gekauften aschenbecher für rauchende freunde bei besonderen angelegenheiten (sprich meinem geburtstag), ich habe an karneval schon zwei mal fürs foto je einen zug an einer zigarette getan (nach dem ersten ist ein paar wochen später die festplatte, wo das foto gespeichert war, hin gewesen, deswegen musste ich das jahr drauf noch mal ran), aber toll fand ich rauchen nie.
Deswegen freue ich mich sehr über das beschlossene anti-raucher-gesetz, das zumindest das rauchen an schulen, in kindergärten, in restaurants und krankenhäusern verbietet. APPLAUS! ich hoffe, es wird noch ausgeweitet, zum beispiel auf messehallen (oder sind die schon dabei???) – es ist unglaublich unangenehm, hinter einem messestand zu stehen, eh den ganzen tag keine frische luft, und dann kommt jemand, stellt fragen und pustet einem dabei noch den qualm ins gesicht. unhöflich und eklig ist das. gehört verboten. was jemand in der eigenen wohnung macht ist mir egal, aber ich möchte nicht unfreiwillig mitrauchen!
und jetzt ein lob, was ich mir nie hätte vorstellen können: ein hoch auf die große koalition, ein hoch auf die kanzlerin!
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Verfasst von schokoladenseiten am 1. Dezember 2006
„Driving Home…for Christmas„. Einmal im Jahr fahren Heerscharen gestandener Großstädter zu ihren Eltern, um sich dort [...] wieder in Söhne und Töchter zu verwandeln.“ Klang nach einem Buch so ganz nach meinem Geschmack. Es sind lauter Kurzgeschichten zum gleichen Thema, ich hab noch einiges für die kommenden Abende aufgehoben, aber schon der erste Absatz war fast so, als schriebe der Autor von mir. Ein Gefühl wie damals bei Florian Illies. Lasst mich kurz zitieren:
„Kommst du denn an Weihnachten?“
Die Stimme meiner Mutter am Telefon schleicht sich an wie ein getretener Hund. Mit eingezogenem Schwanz, den Kopf gebeugt und den Blick scheu erhoben schaut sie mich aus leicht geröteten Augen an. Meine Mutter sitzt auf der Treppe im Flur, der Lautsprecher des Telefons ist angeschaltet, mein Vater steht zwei Schritte entfernt und hört mit vor Konzentration verkniffenem Gesicht zu.
„Natürlich komme ich, Mama“
„Ich dachte ja nur, vielleicht willst du ja nicht kommen.“
Was habe ich ihnen angetan? Ich komme jedes Jahr. Weihnachten! Es ist doch Weihnachten. Die Familie. La Famiglia.
Bei uns sitzt man auf der treppe nur zum schuhe anziehen, das telefon ist inzwischen schnurlos (der lautsprecher ist aber immer mit dabei! und jedes mal wird wieder nach dem knopf dafür gesucht…). und ich war weihnachten schon zwei mal nicht zu hause, aber da gab es gründe, die es jetzt nicht gibt. warum also diese dankbare überraschung, dass die tochter alle jahre wieder angetrabt kommt? die erzählung geht munter weiter, das alte elternproblem irgendwie, dass sie vor allem darum besorgt sind, dass die kinder im heimaturlaub nicht verhungern. wer weiß wie sie sich den rest des jahres so durchschlagen. zuhause wird jedenfalls gegessen!
klasse war auf jeden fall auch die geschichte von thees uhlmann, auf die anderen freue ich mich noch.
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