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Wo ich dann gestern stand

Verfasst von schokoladenseiten am 25. November 2006

Eigentlich stand ich ja gar nicht so viel… Aber das deutsche Autobahnimperium hatte sich doch wieder so einiges für mich ausgedacht.

Stau 1 (siehe unten) hatte sich erledigt.

Stau 2 war stockend, aber nie wirklicher Stillstand. Lockeres Rollen im 1. Gang.

Stau 3 war einfach eine langsame Baustellendurchfahrt.

Die Steinewerfer wurden weder gesehen noch irgendwo erwähnt, allerdings habe ich einen Freudenschrei ausgestoßen, als ich Alsfeld erreicht hatte. Dies geschah allerdings nicht über die Autobahn, Geschichte folgt gleich.

Stau 4 – diese Stelle auf der A5 habe ich nie erreicht.

Es fing ja alles gut an, mein Lieblingsautohof in Herborn (auf der Hälfte der Strecke) hat jetzt auch ein Subway, ohne Schlange stehen, bequeme Ledersessel, lecker Essen. Ich nahm die zweite Hälfte in angriff, als plötzlich am Gießener Nordkreuz die Überfahrt von der 485 zur 480 gesperrt war (oder umgekehrt). Also rollte ich gemütlich der Nase nach weiter, die Autobahn war dann zu Ende und ich kam nach Marburg. Von dort führte ein Hinweisschild nach Alsfeld, dort würde ich dann sicher auf die Autobahn zurückfinden. Die Straße wurde kleiner und kleiner, ab und an ein Hinweis zur Autobahn (ich habe gelernt: auf dem Land stellt man sich gerne überall Hinweisschilder zur Autobahn auf, egal wie weit diese auch entfernt sein mag. Man fühlt sich dann großstädtische oder so ähnlich), plötzlich wieder ein Hinweis nach Herborn… Dann kam STADTtallendorf, wo die Hauptdurchfahrtsstraße gesperrt war und die Straßen dann noch kleiner wurden. Keine Hinweise nach Alsfeld oder Kassel oder Fulda oder so, auch keine zur Autobahn mehr. Eine halbe Ewigkeit fuhr ich einem Laster mit Aachener Kennzeichen hinterher, überholen lies er sich nicht, aber ich habe es in der Hoffnung, dass der Fahrer ein Navi hat, auch gar nicht versucht. Der Vogelsberg ist groß, besonders bei Regen und im Dunkeln. Hätte ich den ADAC rufen müssen – ich hätte ihm nicht sagen können, wo ich mich aufhalte. Die Dorfnamen hörten sich auch alle gleich an.

Deswegen also meine Freude, als ich tatsächlich die Innenstadt von Alsfeld erreichte, dort eine Autobahnauffahrt fand, ich kannte die Strecke wieder, wusste wo ich war, und gar nicht viel später gings dann in Hersfeld von der Autobahn runter und die letzten 15 km hätte ich bzw mein Auto selbst ohne Licht gefunden.

Heute dann hat das Auto Winterreifen, Frostschutz, einen Ölwechsel, einen neuen Luftfilter und 4 brandneue Zündkerzen. Ich habe einen Batzen Geld weniger, aber tiefe Dankbarkeit, dass mir die Zündkerzen nicht gestern Nacht im vogelsberg um die Ohren geflogen sind.

Heimfahrt nach DüsselDORF ist für morgen geplant. Mal sehen, welche Abenteuer dann auf mich warten.

2 Antworten zu “Wo ich dann gestern stand”

  1. herr axel sagte

    irgendwie schön, so eine fahrt durch meine ehemalige heimat zu lesen. auch wenn der trip für dich vermutlich alles andere als schön war. hauptsache du bist gut angekommen und kehrst morgen wieder gesund und glücklich nach düsseldorf zurück. gute fahrt!

  2. steffi sagte

    hat doch irgendwie alles seine positiven seiten, und wenn es nur dazu hilft, dir was schönes zu lesen zu geben, herr axel.
    heute sollte alles besser werden, denn ich habe eine mitfahr-zentral-mitfahrerin, und geht immer alles bestens!
    werde im vogelsberg dann mal ganz laut hupen für dich.

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