ok freunde dieses internet bekommt 1 chance von mir. es sind schon 25 minuten rum und ich habe eigentlich noch nicht wirklich was gemacht. diese geschwindigkeit kennt die jugend von heute gar nicht mehr. man drueckt auf senden und bis etwas passiert kann man einen mojito trinken gehen. was man aber auch so staendig macht.
warum ich jetzt online bin- weil gestern nacht die hotelrezpeption die internet karten verkauft schon zu hatte, und wir haben hier sozialismus. da ist man nicht sehr geschaeftstuechtig oder service orientiert. ausserdem spielt die deg gerade und es freut mich unfassbar zu wissen, dass wir sogar 3 0 fuehren ich habe hier weder doppelpunkt noch klammern deswegen stellt euch vor da steht drei zu null und dieser kommentar in klammern.
ausserdem war heute der letzte schultag, also urlaub waren die vormittage nicht bisher! verben konjugieren ist ja so etwas furchtbare, wir haben aber auch rotkaeppchen gelesen und lieder aus buena vista social club gesungen
. klammer auf rauten habe ich auch nicht klammer zu.
cuba ist ein extrem anstrengendes reiseland nicht nur wegen dem internet. zwei waehrungen, deren genaue umrechnungskurse ich ncoh nciht so verstanden habe. es ist sehr schwer, ein gutes essen im restaurant zu bekommen, oder ein ordentliches essen ueberhaupt irgendwo, ganz einfach weil es viele lebensmittel einfach nicht gibt. die leute sind unglaublich arm, leben in einer diktatur unter totaler kontrolle, mit null freiheit allerdings auf einer wunderbaren insel in excellentem klima wer nichts materielles hat braucht musik zum ueberleben und musik spielt ueberall. rum gibt es auch ueberall. sogar relativ billig, alles andere ist ordentlich teuer.
die leute sind unglaublich gastfreundlich, meine lehrerin unglaulich sympathisch, die mitschueler grosse klasse klammer auf bis auf den schweizer p der die ganze schulzeit ueber sein iphone vor meine nase gelegt hat es aber nur zum fotografieren benutzt klammer zu.
jetzt gleich klammer auf wenn ich das glueck habe, dass ich diesen eintrag veroeffentlihcen kann klammer zu geht es noch zum pool, dann mit der schule ins casa de la musica wo jeden freitag ein grosser salsa abend ist. morgen mit dem mietwagen nach pinar del rio und vinales, dann werden die zelte in havanna abgebrochen und es geht mit dem bus nach trinidad.
mehr demnaechst, die zeit hier ist zu kostbar um sie am computer zu verbringen. denn nur zwei wochen hier sein, dass ist eine grosse katastrophe… mehrere wochen, mehere monate unterwegs sein, das waere mir schon lieber…
bleibt der einzige schreck, dass ausgerechnet heute nacht die uhr umgestellt wird,ich nicht weiß, ob das iphone sprich der wecker das von alleine mitbekommt und deshalb lieber den reisewecker wieder ausgepackt und schon mal umgestellt habe. nervenkitzel bis zum schluss…
ganz andere sorgen macht mir die tatsache, dass ich ohne iphone reisen und wohl die größte zeit in cuba auch offline sein werde. ohne iphone heißt zum beispiel, ich muss den alten mp3 player rauskramen und da jetzt mal lieder drauf laden. ich brauche eine kamera. einen wecker. eine liste mit adressen. das alte telefon, dass nicht viel mehr als telefonieren kann für den notfall. das bekommt aber erst morgen früh als letzte aktion die iphone sim karte.
ich habe einen reiseführer (buchform) gekauft (aber nicht gelesen), weil man ja nicht online gehen kann. ich habe einen stadtplan von havanna (da ohne google maps unterwegs…). ich werde zwei wochen nicht wissen, wie die deg spielt. werde nicht wissen, welche geocaches auf meiner watchlist gefunden wurden oder auch nicht. wer welche meinung zum tatort hat (tatort verpassen ist dann doch nicht so wild). ob die züge im ruhrgebiet verspätung haben, in welcher kantine der welt es was zu essen gibt, wer gerade welche musik hört und gut findet, wo es neue theorien, ideen und best practice beispiele im etourismus gibt. ich werde postkarten schreiben- das hat man früher, vor twitter und so gemacht, es sind bunte fotos aus dem urlaubsland, wo man drauf schreibt, was man sonst twittert, es dann in die post steckt und 3 monate später liest der empfänger den content. im übrigen erreichen nur 50 prozent aller postkarten aus cuba ihren empfänger.
dazu reise ich in den sozialismus, in eine diktatur, wo es getrennte währungen für einheimische und besucher gibt, wo kolonialstädte welterbe sind und nicht bergwerke, wo es wohl schwierig ist ein ordentliches essen zu bekommen und man deswegen einfach auf rum und zigarren umsteigen sollte. morgens um 8 kommt der schulbus, der einen zum sprachkurs mit beginn um 8.15 uhr bringt.
ich erlebe das wunderbare gefühl, dass ich jetzt schon vermisst werde, und ich glaube zudem, dass nach meiner rückkehr eh alles besser wird und der mörderstress der letzten wochen vorbei ist. und ganz bald, wenn ich wieder da bin, geht dann das neue blog online.
im großen und ganzen sind die suchwörter, über die leser auf mein blog kommen, recht normal. neuseeland, die toten hosen, geocachen immer öfter, düsseldorf, solche sachen. eines hat mich heute doch mal wieder zum schmunzeln gebracht:
wütender eishockey trainer
ich weiß nicht, warum man so was googlet, und ob derjenige eine antwort hier gefunden hat. ich weiß nicht, wer bei der deg in diesen tagen wütender ist, der trainer oder die fans. und ich selbst bin zwar nicht wütend aber ein wenig traurig, dass ich durch den urlaub (auf den ich mich wahnsinnig freue! nicht falsch verstehen…) doch einige spiele verpasse. aber die saison ist ja noch lang…
jede menge komplizierte männer, mit einer ausnahme viel gute musik (siehe video unten), und entflammende sehnsucht nach berlin- mein fazit vom „männerherzen„-film. ein film, der für einen mädelsabend bestens geeignet ist, besonders wenn man den ganzen tag leicht verkatert rumgegammelt hat.
mehrere kleine geschichten von männlein und weiblein, die durchs fitness-studio, die sauna und werbeplakate miteinander verwoben sind. er sucht sie, er weiß nicht mehr ob er wirklich heiraten soll, er wird plötzlich schwanger obwohl selbst noch ein kind, verliebtes kind muss sich prügeln und dann zieht der schwarm nach igelstadt, in berlin leben alle unter falschem namen oder keiner kann sich die namen merken, und die echten namen der schauspieler kann sich auch kein mensch merken, klingen so wie die der fußball nationalmannschaft.
am ende bleibt die erkenntnis, dass es für jeden noch so seltsamen topf einen passenden deckel gibt. dass til schweigers tochter so oft in filmen auftaucht, dass sie in ihrem jungen alter schon nervt und verbraucht ist. dass ich die fortsetzung von keinohrhasen bestimmt nicht ansehen werde. dass berlin eine geniale stadt ist, wo ich unbedingt wieder mal hinfahren muss. vielleicht kein zufall, dass gestern eine alte freundin wieder aufgetaucht ist und jetzt in berlin lebt. dass man mit diesem leben einfach mal abwarten muss, was so passiert.
es wird wohl so sein, dass ich während der 2 wochen cuba urlaub ein offline-mensch sein werde. und statt mails und sms und tweets auf die gute alte postkarte als kommunikationsmittel zurückgreifen werde. das habe ich schon immer gerne gemacht, allerdings ist mir in letzter zeit aufgefallen, dass es schwer fällt etwas neues zu schreiben, wenn man eh die ganze zeit schon fotos getwittert oder gebloggt hat. es wird wunderbar in cuba :-)
gewisse adressaten sind natürlich gesetzt, aber auch die online-welt soll nicht zu kurz kommen. ab sofort könnt ihr euch deswegen hier in den kommentaren oder bevorzugt bei twitter mit einer DM bewerben. bitte kreative begründungen warum ich gerade dir eine karte schicken sollte! massen werden es nicht sein, ich will ja auch noch was anderes machen, wie am strand liegen und che t-shirts kaufen.
vor einem halben jahr gabs schon mal den ein herz für blogs tag, und wie schnell ist dieses halbe jahr vergangen! ein paar von den damals empfohlenen blogs lese ich immer noch, bei anderen überfliege ich die überschriften, manche lese ich inzwischen seit jahren. selber bloggen ist ja leider nicht so wirklich beständig, das neue blog ist zwar etwas weiter als vor einem halben jahr ;-) aber immer noch geheim. und twitter hat bei mir persönlich doch erheblich an zuneigung gewonnen!
aber – es ist wieder ein herz für blogs tag und ich werde auch heute wieder ein paar blogs erwähnen, die ich manchen von euch empfehlen würde. nicht alles ist für alle, pickt euch raus was ihr mögt. es sind blogs, die ich gerne konsumiere, wo ich mich aber zu wenig aktiv beteilige- deswegen diese liste auch ein kleiner ansporn für mich selber.
natürlich gibts noch jede menge andere, die auflistung soll jetzt nicht heißen, dass das meine lieblingsblogs sind und alles andere nicht, das wäre auch thematisch sehr einseitig, aber ich will es auch nicht übertreiben hier.
ps: ich hatte irgendwie gedacht, der letzte ein herz für blogs tag wäre 1 jahr her, und habe deswegen in den einträgen von vor einem jahr gestöbert. fatal so was.
als mir mein bruder- ein nicht-blogger aber klimaschützer- vom diesjährigen blog action day zum thema klimawandel erzählt hat, war klar, dass ich mich beteiligen würde. und auch, dass in diesen blog eintrag mal ein bisschen mehr arbeit fließen muss als in die sonstigen kurzen kritzeleien der letzten zeit. die verbindung zum thema reisen war auch bald klar. durch all den trubel der letzten zeit kam das nachdenken über das thema natürlich doch zu kurz, aber deutliche worte lassen sich dennoch finden.
reisen schadet
welch klimakatastrophe nämlich ist das fliegen! das klima der gerechtigkeit blog zum beispiel hat dazu eine eigene kategorie, so malerisch kondensstreifen am blauen himmel auch aussehen, so schlimm ist doch ihre eigentliche bedeutung. in einem focus artikel vom märz 2007 wurde berichtet, wie sehr die fliegerei dem klima schadet. einleuchtend, aber ganz lässt sich auf das fliegen eben nicht verzichten. aus geschäftlichen gründen vielleicht, weil für bestimmte dinge persönliche anwesenheit an einem anderen ort der welt unerlässlich ist. oder weil man bestimmte orte der welt sonst einfach nicht zu sehen bekommt. für den einen ist dies wichtiger als für andere, klar. ich bin jemand, der nicht aufs reisen, und damit aufs fliegen verzichten kann.
reisen hilft
flugzeuge bringen einen nämlich auch an orte, an denen besonders deutlich wird, wie schön diese erde ist, und was es zu schützen gilt! was wir nämlich verlieren, wenn der meeresspiegel ansteigt und ganze inselgruppen untergehen (von holland ganz zu schweigen). wenn gletscher schmelzen und einfach verschwinden. wenn üppig grüne und blühende natur verdorrt und vertrocknet. das kann ich mir beim wandern in der eifel vielleicht ein wenig vorstellen, aber durchaus besser, wenn ich an einem finnische see sitze oder auf einem neuseeländischen gletscher rumkraxle oder beim segeln an einer winzigen karibikinsel an land schwimme oder wenn ich ein alpenpanorama in mich aufsauge.
indem man an diese orte fliegt, trägt man zur gefahr ihrer zerstörung bei, aber wird eben auch sensibilisiert dafür, was intakte natur ist, wie wertvoll sie ist. und doch bleibt schlechtes gewissen…
wiedergutmachen
deswegen haben sich organisationen gegründet, die sich um dieses schlechte gewissen kümmern- um leute, für die fliegen unerlässlich ist, die aber etwas wieder gut machen wollen. wie zum beispiel atmosfair. dort heißt es:
Für Menschen, denen Klimaschutz wichtig ist, gibt es jetzt ein Angebot: „atmosfair“. Mithilfe eines Emissionsrechners lässt sich feststellen, wie viel Klimagase Ihre Reise verursacht. Dafür zahlt der atmosfair-Kunde so viel, dass damit die Menge klimaschädlicher Gase an anderer Stelle vermieden werden kann, die eine vergleichbare Klimawirkung haben wie die Emissionen des Flugzeugs. Zwar lässt sich der Schaden, der für die Umwelt durch einen Flug entsteht, nicht ungeschehen machen – genauso wenig wie eine Plombe einen kranken Zahn heilen kann. Doch in beiden Fällen ist ein Reparaturversuch ohne Zweifel besser als die Hoffnung, durch Aussitzen werde sich das Problem schon irgendwie von selbst lösen.
abrechnen
auf meiner rechnung für dieses jahr stehen zwei flüge nach münchen und zurück, einmal stockholm, in kürze havanna. danach noch ein paar dienstreisen, innereuropäisch. relativ wenig für meine standards, aber 7500 kg CO2! ein kühlschrank verbraucht 100 kg im jahr, ein mensch in indien hat einen jahresverbrauch von 900 kg CO2. für 179 euro kann ich diese flüge kompensieren- atmosfair investiert für mich in klimaschutzprojekte wie solarküchenbau in indien oder ein kleines wasserkraftwerk in honduras. ich werde das machen. mir sind die flüge, das fliegen, das sehen der welt wichtig.
retten kann ich die welt nicht, wenn ich 179 euro überweise… aber wenn das alle machen würden?
der glücks-moment vom 13. oktober: flutschende finger
ich merke, dass das leben wieder anfängt zu flutschen… die letzten wochen waren kopf und gedanken so voller arbeit, so gestopfte voll, dass kaum privates gedankengut dazwischen gepasst hat. und auch nicht den weg über die finger in ein blog oder sonstwohin gefunden hat. auch nicht in die produktion des neuen blogs, das die ollen schokoladenseiten ablösen soll. aber es wird langsam wieder, glaube ich. noch 10 tag bis zum urlaub, dann zwei wochen cuba- und ich glaube danach wird es wirklich wieder besser. mit allem. es kommen bessere zeiten. heute bin ich einfach nur froh, dass ich was zum blog action day morgen und zum ein herz für blogs tag am freitag geschrieben habe. weil heute zeit dazu war und es einfach wieder mal geflutscht hat. und dass hoffnung besteht, dass ich öfter wieder mal glücksmomente aufschreibe und nicht nur erlebe. denn auch wenn ihr sie hier nicht mitbekommt- glücksmomente gibt es jeden tag!
und ich les jetzt mal mein psychobuch noch weiter. in dem es weder um optimismus noch um arbeiten geht. sehr weise, ich habe bisher viel falsch gemacht in meinem leben. aber auch ganz schön viel richtig :-)
der glücks-moment vom 9. oktober: der sonnigste tag aller zeiten findet statt- und ich hab zufällig einen überstundenabbautag
dabei hätte ich mich bescheiden mit ausschlafen, wohnung putzen, kleinkrams erledigen zufrieden gegeben. aber so kam es, dass die wohnung im chaos versinkt und nichts erledigt ist, ich aber stunden in der sonne verbracht habe und sogar noch ein paar kleine caches gefunden habe. aufräumaktion startet jetzt.
für einen termin heute morgensind wir passenderweise schon gestern abend gefahren, ins liebliche amsterdam. so nah, warum macht man das eigentlich nicht öfter?
aus müdigkeitsgründen ein paar eindrücke, die rein subjektiv zu betrachten sind. ich hoffe, dass ich mit dem posten des fotos nicht den zorn der stadt oder der touristischen vermarkter auf mich ziehe, selber in den finanziellen ruin treibe und die kläger in den pr-ruin- aber das risiko ist es wert ;-)
- ein hotel ohne kostenloses w-lan ist abzulehnen. blöd, wenn jemand anders die buchung tätigt.
- „das ist doch irre“- sagte die person, die mir beim frühstück gegenüber saß, zum obigen thema und meinem wunsch, nach dem aufwachen erst mal twitter zu überfliegen…
- getränke auf dem tisch beim mittagessen: wasser. wein. milch. das ist echt originell in holland!
- sms werden entweder 5 mal geschickt und empfangen, oder alternativ gar nicht. ich hoffe ich habe gestern abend niemanden verprellt.
- wenn man gäste aus dem ruhrgebiet hat, sollte man sich überlegen, ob man von einem „riesigen gasometer“ spricht. das könnte nach hinten losgehen hehehe
und für zum träumen jetzt noch ein idyllisches bild aus amsterdam, aufgenommen aus meinem hotelzimmer.
ps: neues blog dämmert gerade vor sich hin, geht aber noch dieses jahr online…
die eishockeynews befragte kürzlich fans und wollte wissen, welches denn das kultigste eishockey-stadion in deutschland ist. nicht wirklich überraschend wurde heute verkündet, dass das stadion an der düsseldorferbrehmstraße auf den ersten platz gewählt wurde.
dort fing alles an, mit mir und der DEG, die wohnung nur um die ecke vom eisstadion, da geht man mal hin und sieht sich das spektakel an- und was haben wir seitdem zusammen erlebt :-)
das bittere an der wahl ist leider, dass die spiele der ersten mannschaft der DEG halt nicht mehr an der brehmstraße laufen sondern im (inzwischen gar nicht mehr so) neuen ISS dome in rath. klar ist es dort warm und nicht so zugig, ja es gibt genug stehplätze, ja wir dürfen wunderkerzen. und inzwischen hat man sich irgendwie auch an die neue halle gewöhnt. das letzte spiel der letzten saison, da war es ja fast wie früher. fast, denn es ist einfach nicht die brehmstraße.
der check von hinten hat auch schon zum thema gebloggt, und recht hat er mit der idee, zumindst pokalspiele oder fanevents wie den saisonauftakt an der brehmstraße zu machen, und nicht im stahlwerk… man hat sich sicher inzwischen damit abgefunden, in die neue halle zu gehen, aber ab und an hätte man gerne einen grund, den mythos und die gänsehaut vergangener generationen noch mal schnuppern zu können. man könnte ja auch die meisterschaft an der brehmstraße feiern zum beispiel. und alle untröstlichen können am alten eisstadion zumindest geocachen gehen!